WordPress und CF7: Das „100% Conversion Daten“-Setup für Google Ads Tracking & Offline Conversions
WordPress ist eigentlich ein Paradies für Marketer und Webseitenbetreiber. Eigentlich.
Denn in der Praxis sehe ich oft völlig überladene Setups und unnötig aufgeblähte Pluginbibliotheken und sehr abenteuerliche Umwege: Teure Consent-Plugins, die das Layout zerschießen, langsame SMTP-Verbindungen, die den Nutzer nach dem Klick warten lassen, und Datenverlust, weil die Google Click ID (GCLID) beim Seitenwechsel verloren geht.
In diesem Guide zeige ich dir unser „Gold-Standard“-Setup. Es ist schnell, robust und auf maximale Datenqualität für Google Ads Offline Conversions ausgelegt.
Wir nutzen:
- CookieYes (statt Borlabs/Cookiebot)
- Contact Form 7 (mit Webhooks & Speed-Hacks)
- Google Tag Manager (als Zentrale)
- LocalStorage GCLID Script (für 90 Tage Attribution)
1. Consent Mode: Warum CookieYes (und nicht Borlabs)?
Viele deutsche Agenturen schwören auf Borlabs Cookie. Versteh mich nicht falsch, es ist ein solides Tool … für Faxliebhaber. Aber für Performance-Setups ist es oft Overkill und nervig zu warten. Jedes Mal, wenn du ein neues Pixel im GTM einbaust, musst du im WordPress-Backend Anpassungen vornehmen. Jedes mal, wenn Google neue Standards einführt, hinkt das Borlabs Update hinterher und will neu konfiguriert werden. Das ist absolut unnötig.
Unsere Wahl: CookieYes über Google Tag Manager.
Die Vorteile:
- Plug & Play: Du fügst das CookieYes-Tag in den GTM ein (Community Template). Fertig. Für immer.
- Google Consent Mode v2: Ist nativ integriert und funktioniert sofort.
- Keine Plugin-Updates: Du musst dich nicht ständig um WordPress-Plugin-Kompatibilität kümmern.
- UI: Das Banner ist sauber und stört die UX kaum.
- Preis: Ist gratis unter einer großzügig bemessenen Anzahl von Pageviews (5000 pro Monat zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags)
- Wird von Google empfohlen: nuff said.
Setup: Einfach Account erstellen, GTM Template laden (bei Tags in der Bibliothek zu finden, ID einfügen. Der Consent-Status wird automatisch an alle Google-Tags weitergereicht.
2. Das GTM Fundament
Bevor wir die GCLID fangen, brauchen wir die Basis. Im GTM Container richtest du folgende Standard-Tags ein (Trigger: All Pages / Consent Initialization):
- Google Tag: Deine Google Tag ID (GT-XXXXX).
- Conversion Linker: Wichtig, damit Cookies (gcl_aw) auf First-Party-Basis gesetzt werden können.
3. Die Magie: GCLID fangen & „haltbar“ machen
Das Problem bei einfachen Skripten: Der Nutzer klickt auf die Anzeige, landet auf der Startseite (?gclid=...), klickt dann auf „Kontakt“ und die GCLID ist weg.
Unser Skript löst das, indem es die GCLID im LocalStorage des Browsers speichert. Dort überlebt sie Seitenwechsel und sogar das Schließen des Browsers (bis zu 90 Tage).
Füge dies als Benutzerdefiniertes HTML Tag im GTM ein (Trigger: All Pages):